Welches Magnesiumbisglycinat ist das beste? 6 Produkte im Test

Sechs Dosen stehen nebeneinander, und auf fünf davon prangt eine vierstellige Zahl. 1500 mg, 1800 mg, 3750 mg. Wer zum ersten Mal ein Magnesiumbisglycinat kauft, greift fast automatisch zur größten. Das ist verständlich und trotzdem der häufigste Fehler, denn die große Zahl beschreibt das Gewicht der gesamten Verbindung und nicht das Magnesium darin. Den Magnesiumbisglycinat Testsieger findet man deshalb nicht auf der Vorderseite. Man findet ihn, wenn man die Dose umdreht.

Genau das haben wir getan. Im Vergleich stehen ein Produkt aus der Versandapotheke, eine Marke aus der Sporternährung, zwei Kombinationen mit Vitamin B6 und zwei Anbieter aus Deutschland. Alle sechs setzen auf dieselbe Idee, nämlich Magnesium, das an die Aminosäure Glycin gebunden ist. Auf dem Papier sind sie sich also sehr ähnlich. Im Kleingedruckten liegen sie weiter auseinander, als man nach einem Blick auf die Etiketten vermuten würde.

Zwei Dinge sind uns dabei früh aufgefallen. Keines der sechs Produkte hält sich mit seiner empfohlenen Tagesdosis an die 250 mg, die das Bundesinstitut für Risikobewertung als Höchstmenge für Nahrungsergänzungsmittel nennt. Und bei mehreren Kandidaten passen Werbeaussage und Zutatenliste nicht ganz zusammen. Beides hat die Rangfolge stärker geprägt als jede Zahl auf der Front, und es erklärt, warum der Magnesiumbisglycinat Testsieger am Ende nicht das Produkt mit der höchsten Dosis ist.

Magnesiumbisglycinat Testsieger 2026: alle sechs Plätze in der Übersicht

Wer nur das Ergebnis sucht, findet die Rangfolge in dieser Tabelle. Warum ein Produkt dort steht, wo es steht, klären die Einzelbewertungen danach.

RangPräparatEinschätzungLink
Platz 1, TestsiegerProvilea Magnesiumbisglycinat300 mg · 2 Kapseln
Laut Anbieter nur Magnesiumverbindung und pflanzliche Kapselhülle, klare Deklaration, erhältlich über die Versandapotheke.
Zum Anbieter
Platz 2Inlead Magnesiumbisglycinat2 Kapseln · 60 Tage
Unkompliziertes Monopräparat einer deutschen Sportmarke. Magnesiummenge im Text der Produktseite nicht beziffert.
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Platz 3Vitastrong Magnesiumbisglycinat mit Vitamin B6bis 450 mg · 1 bis 5 Kapseln
Flexibel dosierbar, Vitamin B6 bei 100 % NRV. Angaben zur Kapselzahl nicht einheitlich.
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Platz 4Ambervit Magnesiumbisglycinat + Vitamin B6 P-5-P300 mg · 3 Kapseln
Vorbildlich erklärte Deklaration, ohne Magnesiumstearat. 6 mg Vitamin B6 liegen über der BfR-Empfehlung.
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Platz 5CYB Magnesiumbisglycinat 300 mg300 mg · 2 Kapseln
Günstigster Tagespreis im Feld. „Nur drei Zutaten“ beworben, in der Zutatenliste stehen vier.
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Platz 6Scheunengut Magnesiumbisglycinat360 mg · 3 Kapseln
Zwei Zutaten und Chargenprüfung, aber die höchste feste Tagesdosis und drei Kapseln täglich.
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Bestes Magnesiumbisglycinat: so haben wir bewertet

Zuerst das Wichtigste zur Methode, damit keine falschen Erwartungen entstehen. Grundlage dieses Vergleichs sind die Zutatenlisten, Nährwertangaben und Herstellerinformationen der sechs Produkte, so wie sie zum Zeitpunkt unserer Recherche auf den Produktseiten standen. Ein eigenes Labor hatten wir nicht. Bewertet haben wir, was jeder Käufer vor dem Bestellen selbst nachprüfen kann, und zwar anhand von fünf Fragen.

  • Rezeptur: Was steckt außer der Magnesiumverbindung in der Kapsel? Füllstoffe und Trennmittel sind erlaubt, aber nicht nötig.
  • Deklaration: Nennt der Hersteller das elementare Magnesium pro Tagesdosis, und passen Werbung und Zutatenliste zusammen?
  • Dosierung: Wie weit liegt die empfohlene Tagesmenge über der Höchstmengenempfehlung für Nahrungsergänzungsmittel?
  • Einnahme im Alltag: Wie viele Kapseln sind täglich nötig, und wie lange reicht eine Packung?
  • Preis und Bezugsquelle: Was kostet ein Tag, und wo ist das Produkt erhältlich?

Rezeptur und Einnahme haben wir am stärksten gewichtet. Das hat einen einfachen Grund: Ein Magnesiumpräparat nimmt man nicht drei Tage, sondern drei Monate oder länger. Über einen solchen Zeitraum zählt jede Zutat, und jede zusätzliche Kapsel erhöht die Chance, dass die Dose irgendwann ungeöffnet im Schrank steht. Der Preis floss ein, hat aber keine Platzierung allein entschieden. Deshalb liegt das günstigste Produkt nicht vorn, und der Magnesiumbisglycinat Testsieger ist zugleich das teuerste im Feld.

Platz 1: Provilea ist unser Magnesiumbisglycinat Testsieger

Provilea Magnesiumbisglycinat

Als bestes Magnesiumbisglycinat geht Provilea ins Rennen, gelistet bei DocMorris. Der Testsieger setzt bei seinem Magnesiumbisglycinat auf die kürzeste Rezeptur, die sich denken lässt. In der Kapsel stecken nach Angaben des Anbieters nur die Magnesiumverbindung und eine Hülle aus Hydroxypropylmethylcellulose, also pflanzlicher Cellulose. Farbstoffe, Füllstoffe und künstliche Aromen fehlen, Gelatine ebenfalls. Hergestellt wird es von der Glory Products OÜ, und zwar laut Produktseite nach europäischem Qualitätsstandard.

Erfreulich klar fällt die Deklaration aus. Zwei Kapseln enthalten 1500 mg Magnesiumbisglycinat, davon 300 mg elementares Magnesium, das sind 80 Prozent des Nährstoffbezugswerts. Die Packung mit 60 Kapseln reicht genau einen Monat. Wer einen empfindlichen Magen hat, nimmt eine Kapsel morgens und eine später am Tag. Zwei Kapseln für 300 mg klingen nach einer Kleinigkeit, im Alltag sind sie es nicht. Zwei Produkte in diesem Feld brauchen für dieselbe oder eine ähnliche Menge drei.

Dazu kommt die Bezugsquelle. Kein anderes Präparat in diesem Feld wird über eine große Versandapotheke verkauft. Das ersetzt keine Laboranalyse, bedeutet aber einen etablierten Händler mit geregelter Lieferkette und erreichbarem Kundenservice.

Schwächen hat auch der Sieger, und die gehören hierher. Zum Zeitpunkt unserer Recherche kosteten 60 Kapseln 14,90 €, also rund 50 Cent pro Tag. Damit ist Provilea in der kleinen Packung das teuerste Produkt dieses Vergleichs, erst die Großpackung mit 300 Kapseln drückt den Tagespreis auf rund 40 Cent. Die 300 mg liegen wie bei allen sechs Kandidaten über den 250 mg, die das BfR empfiehlt. Und einen öffentlich einsehbaren Prüfbericht haben wir auf der Produktseite nicht gefunden.

Unterm Strich verbindet Provilea die schlankste Rezeptur mit der bequemsten Dosierung und dem Vertrieb über die Apotheke. Kein anderes Produkt bringt diese drei Punkte zusammen. Deshalb ist Provilea unser Magnesiumbisglycinat Testsieger.

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Platz 2: Inlead Magnesium Bisglycinat, unkompliziert aus der Sporternährung

Inlead Magnesiumbisglycinat
Inlead kennen viele aus dem Regal mit Proteinpulver und Aminosäuren. Hinter der Marke steht die Inlead Nutrition GmbH & Co. KG aus Ratingen. Das Produkt folgt demselben Prinzip wie der Magnesiumbisglycinat Testsieger: ein Monopräparat ohne Zusatzvitamine, zwei Kapseln täglich mit Wasser, fertig. Die Dose enthält 120 Kapseln und reicht 60 Tage. Bei 13,99 € sind das rund 23 Cent pro Tag, weniger als die Hälfte dessen, was der Sieger kostet.

Die Rezeptur ist etwas länger. Neben der Magnesiumverbindung und der pflanzlichen Kapselhülle stehen mikrokristalline Cellulose als Füllstoff und Siliciumdioxid als Trennmittel in der Zutatenliste. Beides sind gängige Hilfsstoffe, auf Magnesiumstearat verzichtet Inlead.

Für Platz 1 fehlt eine Zahl, und zwar die wichtigste. Wie viel elementares Magnesium zwei Kapseln liefern, haben wir im Text der Produktseite nicht gefunden. Käufer müssen sie dem Etikett entnehmen. Bei einem Produkt, das mit maximaler Bioverfügbarkeit wirbt, gehört diese Angabe an eine prominente Stelle. Außerdem bezeichnet die Zutatenliste die Magnesiumverbindung als „Komplex“, ohne zu erklären, was damit gemeint ist.

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Platz 3: Vitastrong Magnesium Bisglycinat mit Vitamin B6, flexibel dosierbar

Vitastrong Magnesiumbisglycinat
Vitastrong macht etwas, das die anderen nicht machen: Der Hersteller überlässt die Dosis dem Käufer. Empfohlen werden eine bis fünf Kapseln täglich. Die Höchstmenge von fünf Kapseln liefert laut Produktseite 3750 mg Magnesiumbisglycinat und daraus 450 mg elementares Magnesium, dazu 1,4 mg Vitamin B6 als Pyridoxinhydrochlorid. Beim Vitamin sind das exakt 100 Prozent des Nährstoffbezugswerts, eine zurückhaltende und gut begründbare Menge.

Die Spanne hat einen praktischen Nutzen. Mit drei Kapseln kommt man rechnerisch auf rund 270 mg und bleibt damit nah an dem, was das BfR empfiehlt. Die 240 Kapseln für 19,99 € reichen dann 80 Tage, der Tag kostet etwa 25 Cent. Wer die volle Dosis ausschöpft, liegt bei 120 Prozent des Referenzwerts und damit über allen anderen Produkten im Feld. Der Hersteller schreibt selbst auf die Packung, dass 400 mg Magnesium bei empfindlichen Personen leichte Magen-Darm-Beschwerden auslösen können. So viel Ehrlichkeit sieht man selten.

Zwei Punkte kosten trotzdem Plätze. Die Angaben zur Kapselzahl sind auf der Produktseite nicht einheitlich, denn an einer Stelle beziehen sich die 450 mg auf fünf Kapseln, an anderer auf drei. Und mit Cellulose als Füllstoff und Magnesiumsalzen von Fettsäuren als Trennmittel enthält die Rezeptur zwei Hilfsstoffe, auf die der Testsieger verzichtet. Als Herkunftsland ist San Marino angegeben, hergestellt wird laut Anbieter in der EU und laborgeprüft.

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Platz 4: Ambervit Magnesium Bisglycinat + Vitamin B6 P-5-P, gut erklärt, viel B6

Ambervit Magnesiumbisglycinat
Wenn es einen Preis für die verständlichste Produktseite gäbe, ginge er an Ambervit. Der Hersteller erklärt ausdrücklich, dass sich die 1500 mg auf die Verbindung beziehen und für den Vergleich die 300 mg elementares Magnesium zählen. Diese Klarheit wünscht man sich von jedem Anbieter. Die Rezeptur kommt ohne Magnesiumstearat und Siliciumdioxid aus, als Füllstoff dient Reismehl. Produziert wird in Litauen in einer nach HACCP, GMP und ISO zertifizierten Fertigung, zusätzlich prüfen laut Hersteller unabhängige Labore.

Die Besonderheit ist das Vitamin B6. Ambervit verwendet Pyridoxal-5-Phosphat, die aktive Form, und dosiert sie mit 6 mg pro Tag. Genau hier liegt der Grund für Platz 4. Das BfR empfiehlt für Vitamin B6 in Nahrungsergänzungsmitteln eine Höchstmenge von 3,5 mg täglich. Ambervit liegt also beim Magnesium und beim Vitamin über den Empfehlungen der Behörde.

Hinzu kommt die Einnahme. Für 300 mg sind drei Kapseln nötig, die 120 Kapseln reichen deshalb nur 40 Tage. Mit 9,99 € pro Dose und rund 25 Cent pro Tag bleibt das Produkt dennoch günstig.

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Platz 5: CYB Magnesium Bisglycinat 300 mg, günstig, aber ungenau beworben

CYB Magnesiumbisglycinat
Auf dem Papier ist CYB dem Testsieger am ähnlichsten. Zwei Kapseln liefern 300 mg elementares Magnesium aus 1500 mg Magnesiumbisglycinat, 120 Kapseln reichen zwei Monate. Mit 9,99 € kostet ein Tag rund 17 Cent, das ist der niedrigste Wert in diesem Vergleich. Hergestellt wird für die CYB Health GmbH in Hamburg, das Produkt ist vegan, glutenfrei und laut Anbieter laborgeprüft.

Warum dann nur Platz 5? Weil Werbung und Zutatenliste auseinanderlaufen. CYB wirbt mit „nur drei Zutaten“. In der Zutatenliste derselben Produktseite stehen jedoch vier: die als „Komplex“ bezeichnete Magnesiumverbindung, mikrokristalline Cellulose als Füllstoff, die Kapselhülle und Magnesiumsalze der Speisefettsäuren als Trennmittel. Ein Sicherheitsproblem ist das nicht. Wer aber gezielt ein Produkt ohne Füllstoff und ohne Magnesiumstearat sucht, wird von der Werbeaussage in die falsche Richtung geschickt. Bei der Transparenz haben wir deshalb deutlich abgezogen.

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Platz 6: Scheunengut Magnesium Bisglycinat, starke Rezeptur, hohe Dosis

Schleunengut Magnesiumbisglycinat
Ein letzter Platz bedeutet in diesem Feld kein schlechtes Produkt, und bei Scheunengut gilt das ganz besonders. Die Kapsel besteht wie beim Testsieger aus genau zwei Zutaten, der Magnesiumverbindung und der pflanzlichen Hülle. Jede Charge geht nach Herstellerangaben vor und nach der Produktion in ein unabhängiges Labor, geprüft werden Wirkstoffgehalt, Schwermetalle, Keime und Pestizide. Der Prüfbericht liegt bei den Produktbildern. Entwickelt und abgefüllt wird in Deutschland, und 14,99 € für 240 Kapseln ergeben rund 19 Cent pro Tag. 

Den Ausschlag gab die Dosierung. Scheunengut empfiehlt drei Kapseln täglich mit zusammen 360 mg elementarem Magnesium, das sind 96 Prozent des Referenzwerts. Unter den Produkten mit fester Verzehrempfehlung ist das die höchste Menge, sie liegt 110 mg über der BfR-Höchstmenge. Der Hersteller positioniert das Produkt bewusst als „Intensiv-Dosis“. Nach unseren Kriterien, die Dosierung und Kapselzahl stark gewichten, kostet das die entscheidenden Punkte.

Ein Tipp für alle, die sich davon nicht abschrecken lassen: Mit zwei statt drei Kapseln kommt man auf 240 mg, bleibt unter der Behördenempfehlung und streckt die Dose auf vier Monate. Dann ist Scheunengut ein sehr sauberes Produkt zu einem sehr guten Preis.

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Was Magnesiumbisglycinat von anderen Magnesiumformen unterscheidet

Magnesium steckt in keinem Präparat allein, es braucht immer einen Partner. Beim Oxid ist das Sauerstoff, beim Citrat die Zitronensäure, beim Bisglycinat sind es zwei Moleküle der Aminosäure Glycin. Chemiker nennen diese Bindung ein Chelat. Sie bestimmt, wie gut sich die Verbindung löst und wie der Darm auf sie reagiert.

Seinen guten Ruf verdankt das Magnesiumbisglycinat vor allem der Verträglichkeit. Anorganische Formen wie Oxid wirken bei höheren Mengen schneller abführend, weil ein größerer Teil ungelöst im Darm bleibt und dort Wasser bindet. Wer schon einmal nach einer Brausetablette aus dem Drogeriemarkt den halben Vormittag in der Nähe einer Toilette geplant hat, kennt den Effekt. Chelatierte Formen gelten als magenfreundlicher, und viele Menschen, die auf Citrat oder Oxid mit weichem Stuhl reagieren, kommen mit Magnesiumbisglycinat besser zurecht. Dass es grundsätzlich besser aufgenommen wird als jede andere organische Form, ist dagegen weniger gut belegt, als viele Etiketten behaupten.

Nicht jeder will sich auf eine einzige Verbindung festlegen. Für diesen Fall haben wir im Vergleich Welcher Magnesium Komplex ist der beste? sechs Kombinationspräparate mit vier bis sieben Formen nebeneinandergelegt. Ein Komplex verteilt das Magnesium auf mehrere Verbindungen, ein reines Magnesiumbisglycinat setzt auf eine. Für empfindliche Mägen und für alle, die genau wissen wollen, was sie einnehmen, ist das Monopräparat die einfachere Wahl.

Was Studien zu Magnesiumbisglycinat zeigen

Lange stützte sich die Werbung für Bisglycinat auf Untersuchungen mit ganz anderen Magnesiumformen. Inzwischen gibt es Daten zur Verbindung selbst. In einer randomisierten, placebokontrollierten Studie der Leibniz Universität Hannover nahmen 155 Erwachsene mit selbst berichteten Schlafproblemen vier Wochen lang täglich 250 mg Magnesium als Magnesiumbisglycinat oder ein Placebo ein. Der Wert auf dem Insomnia Severity Index sank in der Magnesiumgruppe um 3,9 Punkte, in der Placebogruppe um 2,3 Punkte.

Der Unterschied war statistisch signifikant, aber klein. Die Autoren sprechen selbst von einem moderaten Nutzen und weisen darauf hin, dass der Schlaf nur per Fragebogen erfasst wurde. Teilnehmer, die über ihre Ernährung wenig Magnesium aufnahmen, schienen stärker zu profitieren. Bemerkenswert ist die Dosis. Die Forscher arbeiteten mit 250 mg und damit mit weniger, als jedes Produkt in diesem Vergleich als Tagesmenge vorsieht. Mehr hilft also nicht automatisch mehr.

Magnesium mit Vitamin B6: sinnvoller Zusatz oder Etikettenschmuck?

Zwei der sechs Produkte kombinieren ihr Magnesiumbisglycinat mit Vitamin B6, und die Idee hat einen wissenschaftlichen Hintergrund. Eine Studie mit 264 gesunden, stark gestressten Erwachsenen und niedrigem Magnesiumspiegel verglich acht Wochen lang 300 mg Magnesium mit und ohne 30 mg Vitamin B6. Die Auswertung, zusammengefasst im Fachjournal Evidence for Self-Medication, zeigt in beiden Gruppen einen Rückgang der Stresswerte um mehr als 40 Prozent. Einen signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen gab es insgesamt nicht. Nur in der Untergruppe mit schwerem bis extremem Stress schnitt die Kombination um 24 Prozent besser ab.

Drei Dinge helfen bei der Einordnung. Erstens wurde die Studie vom Hersteller des untersuchten Präparats finanziert. Zweitens verwendete sie 30 mg Vitamin B6, also ein Vielfaches dessen, was Vitastrong mit 1,4 mg oder Ambervit mit 6 mg enthalten. Drittens zeigte sich der Vorteil nur in einer Teilgruppe. Ein B6-Zusatz schadet deshalb nicht, als Kaufargument trägt er aber weniger weit, als es die Verpackung nahelegt.

Die richtige Tagesmenge: was die Behörden empfehlen

Der Nährstoffbezugswert für Magnesium liegt in der EU bei 375 mg täglich, das Essen eingerechnet. Eine Handvoll Kürbiskerne, zwei Scheiben Vollkornbrot und ein magnesiumreiches Mineralwasser bringen einen schon ein gutes Stück in diese Richtung. Für Kapseln und Pulver zieht das BfR die Grenze deshalb niedriger, bei 250 mg am Tag, idealerweise auf zwei Portionen aufgeteilt. Wer deutlich mehr nimmt, merkt das im Zweifel zuerst an der Verdauung.

Alle sechs Produkte liegen mit ihrer empfohlenen Tagesdosis über diesem Wert. Das ist am Markt üblich und für gesunde Erwachsene in der Regel unbedenklich. Ein Gütesiegel ist das Wort „hochdosiert“ auf der Dose trotzdem nicht. Wer sich an der Behörde orientieren will, reduziert die Tagesmenge oder teilt sie auf. Das gilt auch für den Magnesiumbisglycinat Testsieger.

Eine Gruppe sollte gar nicht auf eigene Faust dosieren: Wer nierenkrank ist, klärt die Einnahme vorher mit der Ärztin oder dem Arzt, weil geschwächte Nieren überschüssiges Magnesium schlechter ausscheiden. Auch bei Dauermedikation lohnt die Nachfrage in der Praxis oder Apotheke. Manche Antibiotika und Mittel gegen Osteoporose vertragen sich nur mit einigen Stunden Abstand.

Vier Punkte, die vor dem Kauf einen Blick wert sind

Wer nach diesem Vergleich selbst vor dem Regal oder der Suchergebnisseite steht, kommt mit einer kurzen Prüfliste weit. Sie passt auf jedes Magnesiumbisglycinat, auch auf Produkte, die hier nicht vertreten sind.

  • Elementares Magnesium suchen: In der Nährwerttabelle zählt die Zeile „Magnesium“ mit dem Prozentwert des Referenzwerts, nicht die große Zahl auf der Front.
  • Zutatenliste zählen: Stimmt die Zahl der Zutaten mit dem überein, was die Werbung verspricht?
  • Kapseln pro Tag prüfen: Drei Kapseln täglich bedeuten über ein Jahr gut tausend Stück. Das muss man wollen.
  • Preis pro Tag ausrechnen: Dosenpreis geteilt durch die Zahl der Tage, die die Packung reicht.

Ein Beispiel zeigt, wie stark die erste Zahl täuschen kann. Bei Provilea, CYB und Ambervit stehen 1500 mg auf der Dose, enthalten sind jeweils 300 mg elementares Magnesium. Scheunengut nennt 1800 mg und liefert 360 mg, Vitastrong kommt mit 3750 mg auf 450 mg. Fehlt die zweite Zahl in der Produktbeschreibung, lohnt vor dem Kauf ein Blick auf das Foto des Etiketts.

Häufige Fragen zum Magnesiumbisglycinat Testsieger

Welches Magnesiumbisglycinat ist das beste?

Unter den sechs geprüften Kandidaten hat Provilea die Nase vorn. Der Testsieger kommt mit Magnesiumverbindung und pflanzlicher Kapselhülle aus, liefert klar deklarierte 300 mg elementares Magnesium in zwei Kapseln und ist bei DocMorris zu haben. Wer Magnesiumbisglycinat Kapseln aus der Apotheke bevorzugt, findet im Feld keine Alternative.

Ist Magnesiumbisglycinat dasselbe wie Magnesiumglycinat?

Ja. Magnesiumbisglycinat, Magnesiumglycinat und das englische Bisglycinate bezeichnen dieselbe Verbindung aus Magnesium und der Aminosäure Glycin. Die Vorsilbe „bis“ weist darauf hin, dass zwei Glycinmoleküle an ein Magnesiumion gebunden sind.

Wann sollte man Magnesiumbisglycinat einnehmen?

Die Tageszeit spielt eine kleinere Rolle als die Gewohnheit. Viele nehmen die Kapseln abends, andere verteilen sie auf morgens und abends. Wer empfindlich reagiert, nimmt sie zu einer Mahlzeit und teilt die Tagesdosis auf.

Sind 300 mg Magnesium täglich zu viel?

Gesunde Erwachsene vertragen 300 mg aus einem Nahrungsergänzungsmittel meist ohne Probleme. Das BfR empfiehlt als Höchstmenge 250 mg täglich, weil darüber bei manchen Menschen die Verdauung reagiert. Wer das bemerkt, reduziert auf eine Kapsel oder verteilt die Einnahme.

Wie schnell wirkt Magnesiumbisglycinat?

Geduld gehört dazu. Der Körper lagert Magnesium vor allem in Knochen und Muskeln ein, und diese Depots füllen sich nicht über Nacht. Nach einer Woche schon ein Urteil zu fällen, wäre deshalb verfrüht. Auch die Hannoveraner Studie hat ihre Ergebnisse erst nach vier Wochen täglicher Einnahme gemessen.

Sechs Produkte, ein Ergebnis: Provilea ist unser Magnesiumbisglycinat Testsieger

Jedes der sechs Präparate hat eine erkennbare Stärke. Inlead überzeugt mit einfacher Handhabung, Vitastrong mit flexibler Dosierung und maßvollem Vitamin B6, Ambervit mit einer vorbildlich erklärten Deklaration, CYB mit dem niedrigsten Tagespreis und Scheunengut mit zwei Zutaten und dokumentierter Chargenprüfung. Jedes lässt aber auch irgendwo Punkte liegen: eine fehlende Mengenangabe, widersprüchliche Kapselzahlen, viel Vitamin B6, eine ungenaue Werbeaussage oder eine sehr hohe Tagesdosis.

Das Provilea Magnesiumbisglycinat leistet sich in den stark gewichteten Kriterien keine dieser Lücken. Die Rezeptur beschränkt sich auf das Nötige, 300 mg elementares Magnesium stecken in zwei Kapseln, die Deklaration ist eindeutig, und der Verkauf läuft mit DocMorris über eine etablierte Versandapotheke. Der Preis liegt höher als bei den Mitbewerbern, und empfindliche Personen fahren auch hier mit der geteilten Einnahme besser. Wer das beste Magnesiumbisglycinat für den täglichen Gebrauch sucht und Wert auf eine kurze Zutatenliste legt, bekommt in diesem Vergleich trotzdem eine klare Antwort.